Montag, 31. August 2020

a Herzerl gfonda

 Heute zeige ich mal Herz für das Projekt von Frau Waldspecht. Wenn ich auch kein Projekteblogger bin... ein Herz geht immer.



Donnerstag, 27. August 2020

Übeltäter, das Wandern ist...

 


Meine neue, weiße Edelhortensie hat einen Parasiten.

KREISCH!!! Die weiße Woll-Laus im Kokon.

Beim genaueren Hinsehen entpuppte es sich als das Strickzeug von Lunas neuem Winterpulli.



Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust. Oft gehe ich nicht los, obwohl das Wetter ideal wäre, weil... es muss ja weiter, schöner, besser sein. 

Obwohl ich bisher nur die kleinen Runden am Buchberg kannte, ging ich los, mit der Chiwa im Rucksack (auf dem Arm) und der Wegekarte im Kopf. Von Maps ist mir das Areal ja schon ein Begriff und so wusste ich, wenn ich mich stets rechts halten würde beim Abbiegen, würde ich wieder dort ankommen, wo ich losgegangen bin.




Aus dem gleichen Stoff wie die Rüsselschürze habe ich für LA ein Geschirr genäht. So eins, dass man oben einfach zusammennimmt, um es an die Leine anzuklinken.
Nun gut, da das Mausepiep aber oft ohne Leine... Ihr wisst schon, musste eine Lösung her, damit sie nicht gleich nackich gemacht dasteht. Also habe ich oben zwei winzig kleine Klettstreifen angenäht.
Seien wir mal ehrlich. Bei der Minimaus würde auch ein Nähfaden von der Rolle reichen als Leine. 



Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass meine Haare jetzt doch weiß werden. Zumindest an den Enden. Keine Panik, ich werde sechzig. Da darf das.



Das hier unten ist der Holunder, der vertrocknete.



Den Grenzsteinweg kannte ich ja schon. So mittendrin war ein klitzekleiner Pfad, an dem dann auch so ein Schild hing. Da ich nun den Rundweg kenne, werde ich nächstes Mal schauen, wie es da weitergeht. Wo er enden muss, das weiß ich schon, also wo er unten weiterläuft am Bächle, nur den Weg dorthin kannte ich noch nicht.



Kaum zu erkennen, die alte Barracke hinter dem neuen Hochstand.




Gallwespenstände habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Hier wachsen sie wie Pilze aus dem Boden.




Alles in allem war das ein entspannter Spaziergang. Nicht so warm. Nicht zu kalt. Kein Regen oder Sturm. Extra die Wandertreter angezogen. Nur die Chiwa, die war erschöpft, obwohl sie ja nicht viel laufen musste. Zwischendrin, wenn es richtig schön war, habe ich sie immer abgesetzt.

Eigentlich müsste sie ja am Beinchen ihre Orthese tragen wegen dem Beinbruch, und weil die Speiche ja längst wieder kaputt ist. Aber dann wird sie so bockig, dass ich es kaum wieder abbekomme. Besser wäre es für sie. Dass ihr das wehtut beim Laufen kann ich gut nachvollziehen.

Mittwoch, 26. August 2020

Rückblickend gesehen...

 Als ich nach dem Sturm heute im Wald war, fragte ich mich, ob die ganze Aufregung denn nötig war. Hier, in meinem neuen Leben. 

Wenn ich an all die Anstrengungen, Mühen und Plagen denke... an all die Tränen (die noch immer nicht versiegt sind), dann glaube ich, dass Vieles sich quasi von allein geregelt hätte. 

Hat es ja letzten Ende auch. Sich (fast) allein geregelt. Ob ich mich nun gegrämt habe oder nicht. Normalerweise ist mein Vertrauen in Gott unerschütterlich. War es jetzt wohl auch, aber diese vehemente Häufung von Geröll und Hindernissen hat mich so manchen Tag an den Rand der Verzweiflung gebracht. 

Und jetzt... nachdem auch die Hitzewelle abgeklungen ist, möchte ich am Liebsten nur im Bett bleiben. Mir fehlt gerade der Elan für jedwedes Ding.

Der Gedanke daran, was ich alles gerissen habe, ist gewaltig. Die Schmerzen, die ich hatte durch die viel zu schwere Arbeit, die da nunmal auf einen zukommt. Die Trauer um den Mann, die sich erst jetzt so langsam raustraut. Allein deswegen, weil man mir quasi verboten hat, auch nur ein Wort über meinen Mann zu sprechen oder zu schreiben, geschweige denn, jemandem ein Bild von ihm zu zeigen.

Das muss man sich mal reinziehen. Wir waren über zwanzig Jahre verheiratet. Nicht ohne Grund. Und wir wären es auch bis an unser Ende, wenn... das lasse ich mal offen. 

Aus dem Wald habe ich heute so Einiges mitgebracht. Eicheln, Rinde, Zapfen und morsches Holz. Ich will hier das Projekt, das ich zuletzt mit meinem Mann begonnen habe, in Angriff nehmen. Ein Insektenhotel will ich bauen. 

Im Wald fühle ich mich wohl und geborgen. An manchen Tagen möchte ich Eins mit ihm sein. Zu gerne würde ich im Wald mal übernachten. Vielleicht finde ich irgendwo eine Gelegenheit. Es gibt ja so Waldhotelhütten. In den Bäumen zum Beispiel.



Freitag, 21. August 2020

den Rücken gekehrt

 Instagram und co habe ich den Rücken gekehrt.

Instagram kann man quasi nur auf dem Smartphone nutzen. Beiträge schreiben oder Fotos hochladen geht auf dem Laptop nicht.

Außerdem kam mir Instagram eher vor wie eine Verkupplungsplattform. Sobald man ein Foto von sich einstellt, wird man mit Anfragen von Männern nur so zugemüllt. Egal, ob die verstehen, was ich schreibe oder nicht. Wenn... diese Interesse hätten und mein Profil gelesen hätten, dann würden sie mir keine solchen dummen Anfragen gesendet haben. 

Ich habe nachher schon reingeschrieben, dass ich fast sechzig bin, die Natur sich halt nur einen Spaß mit mir erlaubt hat, mich viel jünger aussehen zu lassen.

Einem, dem einzigen, der mich netterweise gesiezt hat, habe ich dann mal klipp und klar geschrieben, wie die Sache ist. ... der war schneller weg als man schauen konnte.

Für eine neue Beziehung bin ich nicht zu haben. Mein Dasein ist ausgefüllt mit dem Wunsch nach Erfüllung, dass ein Mensch, der dann doch gewisse Ansprüche hat, kein Platz in meinem Leben hat. Haben kann.

Ansonsten... soll heute der letzte Tag der Hitzewelle gewesen sein? Ich hoffe es von ganzem Herzen. Sowohl meine Hündin als auch ich sind am Ende unserer Kräfte angekommen. Sobald wieder Luft zum Atmen dasein sollte, muss ich vieles aufholen. Nachholen. Richtig Zeit für Muße hatte ich bisher nicht. Die Ereignisse treiben einen voran, ob man will, oder nicht.

Es sind immer nur kleine Momente, die mich am Leben halten. Wie an dem Tag, als wir den Apostelgarten aufgesucht hatten. Da, wo der Papstwein herkommt. Da ich nicht das richtige Schuhwerk anhatte, habe ich die Vollendung der Tour auf einen anderen Tag verschoben. Da es aber die ganze Woche nur noch unerträglich heiß war, ist also die Vollendung der Tour noch nicht in Angriff genommen.

Einfach mal dasitzen, den Geist laufen lassen. Loslassen... ist auch nicht möglich, da der kleine Hund von einem Mallheur ins nächste wechselt. Nun hat sie wieder ihre Psychose. Sprich... scheinschwanger. Wenn ein Hund den ganzen Tag weint und nörgelt, da kann man weder seine Gedanken noch sein Herz auf eine Stelle hin konzentrieren. Geschweige denn, das Leben einfach mal loslassen.




Dienstag, 4. August 2020

Nur Zeit zu Leben

wata-tanazu Wata Tana 




Ich könnte sagen, ich habe nur Zeit zu Leben. Kaum, dass ich im Internet bin. Alle Welt ist ja jetzt bei Instagram, aber da dieses richtig nur mit dem Smartphone benutzt werden kann, ist das für mich eher eine Randnotiz, denn obwohl ich einen relativ großen Bildschirm habe, ist es mir zu klein und fummelig. Die Augen werden damit auch nicht besser.

Momentan arbeiten ich gehen die Trockenheit an und gegen das Unkraut, welches mit dem Rasen wachsen will. Nach tagelanger und stundenlanger Zupfarbeit mit Fingerakrobatik hat der Rasensamen auch wieder Licht zum Wachsen,
Und dann gibt es Stellen auf dem Grundstück, die scheinen von Haus aus mehr Wasser zu brauchen als andere Stellen. Oder eben einfach wieder schneller trocken sind. Da muss ich überall hinterher. 

Zwischendrin braucht auch die Chiwa ihre Streicheleinheiten und ihre Behandlung. Physio und dergleichen. Sie war schon schlimmer dran nach ihrer Läufigkeit muss ich sagen. Dennoch will sie insgesamt nicht mehr so laufen wie früher, aber wer weiß, vielleicht geschieht noch ein Wunder.

Da sie aber nun in der Hauptsache nachts sehr viel weint wird die Hoffnung ein wenig gedämpft. So sehr ich sie liebe, aber ich sage ihr, wenn sie nicht mehr kann, dann darf sie auch gehen.

Und nun ist auch schon wieder Zeit, um ins Bett zu gehen. Auch für Fernsehen und solche Dinge habe ich keine Zeit. Auch keinen Kopf und keine Lust. 
Seltsam, wie schnell man sich von so etwas entwöhnen kann.


Sonntag, 2. August 2020

da wird Geld das kleinste Problem sein

In den vier Wänden mit all den Ablenkungen, Dingen, die man sieht, die zu tun sind oder Ähnliches, kann man nicht gut in sich hören. Deshalb brauche ich meine täglichen Spaziergänge, Radfahrten, wie das tägliche Brot zum Überleben.

Es hatte in der letzten Nacht geregnet, aber nur so wenig, dass nicht einmal der Auffangeimer voll geworden ist. Nach der großen Hitzewelle ist vor der großen Hitzewelle. Wenn wir eines brauchen, dann Regen. Ob der Mensch es verdient hat, steht auf einem anderen Blatt.

Am Abend, nach getaner Arbeit, fuhr ich kurz mit der Chiwa zu den Weiden. 
Hätte ich mir sparen können, sagte ich mir, denn es war alles zu Pudersand verkommen. 
Es kann auch nicht der schöne Anblick der Abendsonne darüber hinwegtäuschen, dass den Bauern auf den Äckern die Ernte vertrocknet. Getreide war weniger betroffen, aber die Kartoffel- und Rübenernte liegt quasi am Boden. Verdorrt und vertrocknet.



Das Leben in der "gehobenen" Gesellschaft besteht aus der Jagd nach Geld und Macht. Da wird sich gegenseitig über den Haufen geschossen. Kriege werden geführt. Da will ein Trump-olin die Rechte für Desinfektionsmittel kaufen, da werden Wälder gerodet, um den Wünschen der Supermächte gerecht zu werden... wenn sie wenigstens so verdient entlohnt würden, dass wieder aufgeforstet werden kann, aber nein, der Lohn wird einfach an dem Lebensstandard der Menschen bemessen, der dort üblich ist. 


Wie war das mit dem Spruch: Wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Wald gerodet, das letzte Meer vertrocknet ist, werden die Menschen merken, dass man Geld nicht essen kann...

Was nützen die Entschädigungen an die Landwirte für verdorrte Ernten, wenn man auch anderweitig die gleichen Probleme hat und nichts mehr zu essen anbauen kann.

Warum kapiert denn niemand, dass die Arbeit der Landwirte, die als die Geringste geachtet, ja fast ver-achtet wird, die WICHTIGSTE überhaupt ist?
Das wir Lebensmittel haben ist die Grundlage unseres Lebens. Landwirte und Forstleute sind mit die Wichtigsten Menschen im Leben. 

Die Erde hat einen Knick bekommen. Einen Drall. 
Eine Kraft, die an ihr zieht, bringt eine Unwucht hinein. Das ist zuerst kaum zu merken.

Könntet Ihr nur den ganzen feinstofflichen Müll sehen, den der Mensch produziert. Diese feinstoffliche Dunkelheit, die so tiefschwarz ist, dass sie mit der lichtlosesten Nacht verglichen werden kann, wo weder Sterne noch Mond ein Licht werfen. Diese feinstoffliche Wand  lässt quasi Rufe ins Licht verhallen.

Es gäbe eine Rettung für die Erde. Würden alle Menschen dieser Erde sich jetzt besinnen und ihre innerliche Geisthaltung dem Guten zuwenden, so würde sich für diese Erde sofort alles zum Besseren wenden. Denn dann hätten die Rufe wieder Kraft. Es würde so viel Licht entstehen, ein Glühen, dass auch wieder höhere Gefilde erreicht und somit die Erde wieder gehoben werden könnte.

Aber so... ist die Sorge um das Geld des Menschen geringstes Problem.

#Johanna_Amo