Mittwoch, 23. Dezember 2020

 Johanna AMO  - 

So muss es stetig aufwärts gehen, dem ersehnten Licht entgegen.

Ich aber werde für eine Zeit nicht mehr bei Euch sein.




Mittwoch, 16. Dezember 2020

behindertengerecht

 In diesem Jahr ist so viel passiert.

Ich musste am Ende einsehen, dass ich dem nicht gewachsen bin.

Mit meinen gesammelten Erkrankungen kann ich keinen Garten, kein Grundstück mehr bearbeiten und da ich es doch getan habe, habe ich so viel Substanz zerstört, die ich noch zum Leben benötigt hatte...

... aber wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich eine neue und so habe ich eine schöne, behindertengerechte Wohnung gefunden. Ohne Schwellen, Hindernisse, mit ebenerdiger großer Dusche und allem, was dazu gehört. In einem Haus, in dem nur Frauen leben, die eben auch krank oder behindert sind.

Nur eben nicht hier am Ort. Wieder weiter an meine eigentliche Heimat heran. Letzten Endes muss man zugreifen, wenn sich etwas bietet, was perfekt zu einem passt.

Nachdem ich vor ein paar Wochen mit meinem Hund kopfüber die Treppe runtergestolpert bin, weil mein Bein mal wieder vom Nerv unterbrochen war, ich zudem wegen der kaputten Halswirbelsäule zur Zeit unter massivem Drehschwindel leide... wobei die schwere Arbeit hier ihren Teil dazu beigetragen hat.

Ich klage niemanden an. Es war eine Zeit, in der es richtig und wichtig war, hier zu sein. Mental gesehen. So habe ich noch einiges für mich gelernt und dazugewonnen und gehe im Prinzip reicher an Erfahrungen von hier fort.

Das Wichtigste an Erfahrungen ist ja, dass wir sie nicht nur machen, sondern Konsequenzen daraus ziehen und unsere Einstellung sich dadurch ändert.


Und immer war es so in meinem Leben, wenn ganz Plötzlich eine Art Stillstand eintritt, es weder vor noch zurück geht, dann werden die Wege sich woandershin wenden. 




Dienstag, 15. Dezember 2020

Das haut mich um - Beitrag vom 15.07.2020


Aus aktuellem Anlass habe ich diesen Beitrag heute noch einmal an den Anfang gesetzt.
Dem Hinzuzufügen sei:

Bitte lassen Sie mich in Frieden gehen,
so wie ich
in Frieden von hier fortgehen werde.


Wenn ich einem Menschen verbunden bin, dieser dann von einer anderen Person degradiert oder mit Worten abgewertet wird, dann schmerzt mich das so, als würde ich selber getreten werden.

Heute ist es so passiert. Eine Frau mit einem Hund sprach mich an und fragte, ob wir uns schonmal gesehen hätten. Mit einer Schere beim "Blümchen schneiden".
Nein, sagte ich, ich schneide keine "Blümchen" ab (und schon gar nicht bei anderen Bewohnern...).
Dann wäre es wohl doch jemand anderes gewesen. Ich hätte Ähnlichkeiten mit der Person.

Soweit alles gut. Sie sagte, sie wäre an die drei Jahre hier und seit wann ich denn hier wohne?
Dass ich gerade erst neu hier sei - so quasi - antwortete ich.
Ob ich denn alles "richtig gemacht" hätte (Haben Sie alles richtig gemacht?), fragte sie, und zu dem Zeitpunkt wusste ich noch immer nicht, was diese Frau von mir wollte mit der Fragerei. Mir war es nur um den Hundekontakt gegangen. Eigentlich eher um gar keinen. Warum auch immer, wollte ich ihr von vornherein aus dem Weg gehen, aber sie blieb ja eisern stehen mit ihrem Wauwau. Ist ja auch in Ordnung.

Na, jedenfalls ging es dann darum, dass die "ganze Straße" gegen eine gewisse Person sei - und so weiter.

Und da, da hört dann der Spaß bei mir auf. Ich erklärte ihr, dass ich von solchen Sachen a) nichts hören möchte und b) mich in solche Sachen nicht einmischen werde und auch nicht mit reinziehen lasse.
Zwar sagte sie dann, ja, das wäre richtig, aber sie klopfte weiter auf den Busch.

Da ich ja nun die Hintergründe der Person, um die es geht, ein wenig kenne, erklärte ich ihr, wie es gekommen ist, dass ein Mensch sich eben so oder so verhält.

"Ich mag sie sehr", wiederholte ich mehrere Male, und jedesmal schüttelte sie den Kopf und sagte: "Nein"... und ... Sie werden es noch merken (als ich schon im Weggehen war.

Dazu sagte ich zwar nichts mehr, aber sofort, nachdem sie außer Sichtweite war, kamen mir die Tränen. Rotz und Wasser.

Da ist am Ende die Frage: Behält man das für sich oder unterrichtet man die Person, um die es geht? Würde das nicht noch mehr böses Blut schüren?

Ich empfinde eine tiefe Trauer darüber, dass so viele Menschen sich ihrem Hass hingeben. Und besonders dieses Geschehen heute, gegen die bestimmte Person, schmerzt mich sehr.

Aber vielleicht geht ja die Saat auf. Wobei... sie wollte gar nichts davon hören. 

"Der erste Eindruck ist immer der Rechte", sagt der Volksmund zu Recht, und ich mochte besagte Person von Beginn an sehr gerne.
Ich habe gekämpft für mein neues Leben. Versucht, zu verstehen. Hinter den Vorhang zu schauen und mir wurde Einblick gewährt. Es bedeutet mir viel, hier ein neues Zuhause gefunden zu haben. Bei mir sind alle Menschen, die Gift sähen wollen, an der falschen Adresse, und wenn sie etwas verändern wollen, so müssen sich sich der Lage stellen... oder gehen.

Es ist ein Frevel der Menschheit, immer hinter dem Rücken anderer Personen über diese zu richten (herzuziehen). Es gibt genügend labile Zeitgenossen, bei denen dann die Saat aufgeht.

"Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und die Würde des Menschen Widerstand zu leisten, so wahr mir Gott helfe!"