Freitag, 26. Februar 2021

Ein Fall für Euch - Fahrerflucht

 Nach längerer Pause, und weil es jetzt wieder eine Veränderung in meinem Leben gibt, so dass ich, wie im letzten Post geschrieben, am Ende meines Lebens (?) wieder in meine irdische Heimat ziehe, habe ich beschlossen, diesen Blog weiter zu führen.

Das letzte Jahr war so schlimm, dass ich einfach nicht konnte, selbst wenn ich gewollt hätte.



Aber jetzt mal zu einem Fall bei dem ich mich über Resonanz freuen würde.

Stellt Euch einmal vor, Ihr lebtet in einer Siedlung mit einem Vermieter, der, sagen wir mal, leider nicht sehr geschätzt wird. Aus vielerlei Gründen. Manche berechtigt und manche nicht.

Dann kommt es so, dass Ihr eines Tages Zeuge eines schlimmen Unfalles werdet, wobei ein Autofahrer dem Eigentümer was von seinem Grundstück zusammenfährt und dann Fahrerflucht begeht.

Nun seid Ihr in der blöden Lage, der einzige Zeuge zu sein. Nach kurzer innerlicher Einkehr beschließt Ihr, auch wenn der Vermieter Euch nicht gerade ins Herz geschlossen hat, an seiner Tür zu klingeln. Aber was... es ist keine Klingel da! Na sowas.

Auf dem Weg nach Hause trefft Ihr 2 Leute, denen Ihr von dem Ereignis erzählt, aber die scheren sich nicht darum. Eher kommen so Antworten wie: selber Schuld oder so.

Zuhause fragt Ihr dann Eure Kinder, was Ihr machen sollt. Am Telefon. Ob die das vielleicht für Euch weiterreichen könnten.

Damit will aber am Ende keiner zu tun haben. Nachdem ihr drei Personen gefragt habt, nehmt Ihr eine kleine Pause zum Überlegen.

Ihr wisst ja, wie das im Leben ist mit der Kollektivstrafe und am Ende werden dann alle bestraft für etwas, was einer getan hat, der zu Feige war, zu dem Schaden zu stehen. 

So wie Ihr ihn habt fahren sehen, könnte er voll gewesen sein. Völliges blackout oder so.

Am nächsten Tag macht Ihr dann doch Meldung. Nicht mit der geläufigen Emailadresse, sondern mit einer, die der Eigner eigentlich kennen müsste, aber vielleicht nicht sofort, und teilt ihm dann Eure Zeugendingsbums mit, ohne Euren Namen zu nennen (mit dem Versprechen, den Wagen zu identifizieren, wenn er gefunden wurde).

Wie der Wagen ausgesehen hat so in etwa, wobei Ihr ja nicht unbedingt DER Automarkenkenner seid. Immerhin macht Ihr Euch die Mühe, eine Stunde lang im www zu googlen, um ein Fahrzeug zu finden, dass so ähnlich ausgesehen hat. Und ihr schildert den Vorgang, denn... niemand will ja selber Opfer so einer Sache werden und auf tausenden von Euro hocken bleiben.

Da geht es nicht um Freund oder Feind, nur um Dienen im Leben.

Der Besitzer meldet sich dann, weil ... das wäre ja alles schön und gut, aber ohne Nummernschild und Eurem Namen und so...

Ihr antwortet und schreibt noch Details und wenn der Wagen gefunden würde, würdet Ihr ihn identifizieren.

Dann werdet Ihr gleich Montagmorgen krank wie Hulle. Bekommt zum Beispiel eine dicke Kieferentzündung mit Schmerzen bis zum gehtnichtmehr. Zahnarzt, Schmerzmittel und Penicillin. Das ganze Programm. 

Trotz dem allem bleibt Ihr weiter wachsam und als Ihr dann vom Arzt heimkommt, seht Ihr auf dem Supermarktparkplatz einen Wagen, der genauso ausschaut. Oldscool. Nur andere Farbe. Genau der Wagen war es dann.

Bei Google lässt sich schnell so ein Wagen mit der Marke finden und Ihr reicht Eure neue Erkenntnis weiter.

Nachts kommt Euch ein Plan in den Kopf, wenn man denn einen Aushang machen würde, dass jemand, der den Wagen gesehen hätte und das zuordnen könnte, wo der herkommt, anonym eine Meldung macht... Nur damit der Verantwortliche gefunden würde.

Das schickt Ihr, trotz der heftigen Nebenwirkungen von Erkrankung und Medis, heftiger Übelkeit und mehr, dem Eigentümer... und dann kommt eine Antwort zurück, die Euch echt traurig macht.

Ihr werdet quasi zum Mittäter abgestempelt, weil Ihr nicht gleich Euren Namen gesagt habt und weil Ihr dann noch die Automarke benennen konntet, meint der Eigentümer. So durch die Blume kommt der Vorwurf, dass Ihr den wohl gekannt habt, und er schreibt Euch... dass man den gefunden hätte und leider hättet Ihr ja alles nur anonym geschickt... wie schade.... aber er wüsste schon, wer Ihr seid (Prima, das war der Plan).

Da fragt Ihr Euch schon, ob Ihr nicht lieber die Klappe gehalten hättet? Ihr wolltet helfen, einfach, weil ein großes Unrecht geschehen war, aber weil man ja als eh schon verrufener Eigentümer sich noch die Kante geben muss und einen Grund finden, nicht einfach mal Danke zu sagen...

Das ist einfach nur traurig. Nicht, dass Ihr Dank erwartet hättet. Warum auch. Seid Ihr doch nur ein Werkzeug Gottes, welches Euch hat Zeuge sein lassen, aber dann noch mit einem Fußtritt vom Rand der Bühne gestoßen zu werden?

Fazit: Jeder Mensch findet irgendwann im Leben seinen Gegner, der ihn dann bezwingen wird. Mit solchen Begebenheiten wie diesen soll aber einem bösen Buben die Gelegenheit zur Umkehr gegeben werden.


Ob er diese Hand annimmt oder nicht, das liegt nicht in Eurer Hand. Also lasst die Gedanken daran fallen und Gott machen. Seine Mühlen mahlen langsam, aber sicher.




Donnerstag, 25. Februar 2021

Veränderungen, happy painting

 Euch habe ich fast vergessen.

So viel ist geschehen im letzten Jahr.

Eines der härtesten Jahre meines Lebens.

Nach etwas mehr als 365 Tagen werde ich wieder von hier fortgehen.

Fern der eigentlichen Heimat, ohne Hilfe von irgendwem, wenn man krank ist, mit Schmerzen bis zum Gehtnichtmehr, weil man sein Grund ja auch beackern will...


all das ging nicht mehr. Am Ende des Gartenjahres 2020 beschloss ich, die Brücken hier wieder abzubrechen. Was ich zuvor nicht für möglich gehalten hatte, funktionierte und ich hatte so viele Hilfen.

Am Besten aber nicht zu weit nach vorne schauen. Was alles noch so auf einen zukommt an Erledigungen.

Letzten Endes bin ich ja die alleinige Verantwortliche für all meinen Kram. Und bin es in diesem Leben auch nie gewohnt gewesen, Hilfen zu haben.

Wenn man die 60 erreicht hat, dann fällt aber der ganze Aufwand nicht mehr so leicht wie mit 30 oder 40. 

Als ich hier ankam, konnte ich mir nicht vorstellen, all das noch einmal durchmachen zu müssen. 

Wer weiß woher, aber ich bekomme noch einmal die Kraft dazu.

Wenn ich in den Spiegel schaue, dann bin ich aber in dem einen Jahr um zehn Jahre gealtert. Es war eines der härtesten Lebenslagen und die schwerste Aufgabe meines Lebens mit. Das hat Kraft gekostet. Mental und körperlich.

Nun gehe ich in meine Heimat zurück. Ich kann es noch gar nicht richtig fassen.


Seit ich hier angekommen war, habe ich nichts mehr zu Papier bringen können. Jetzt, ganz zum Schluss, habe ich happy painting für mich entdeckt. Das ist mein erster Versuch. Ich merke, wie schwer es für mich geworden ist, den Rahmen zu sprengen und frei zu agieren. Eine Symbiose aus dem Leben.



Luna hat das Jahr auch überlebt, aber genau wie ich noch mehr abgebaut. Nun hat sich schon wieder ein neues Aua entwickelt. Ob ich sie noch mit in das neue Heim nehmen werde können, steht in den Sternen.