Sonntag, 11. April 2021

letzter Tag hier

Um nicht in Depressionen zu verfallen, schauen wir uns die Gegend an. Luna ist inzwischen mit ihrem neuen Rucksack vertraut. Den habe ich eigentlich noch niemandem gezeigt. Sie kuschelt sich in ihre Decke und weiß, dass wir nun ein wenig länger laufen. Bei den Hoch´s und Tief´s hier ist es besser, sie hockt geschützt im Rucksack als auf dem Arm.

Da ich schon einmal schauen wollte, wo das Rathaus ist, waren wir gestern in der Altstadt auf der Halbinsel. Ich frage mich schon zum zweiten Mal, ob ich in der Vergangenheit etwas falsch gemacht habe, denn Luna gibt Gas, sobald wir dort sind. Die Zitty gefällt ihr ungemein und wenn ich zurückdenke, war es in dem Zuhause, wo ich mit dem großen Bären wohnte, auch so. Eine angenehme Innenstadt mit einem noch angenehmeren kleinen Park dort. - Das haben wir in Hessen vermisst. 

Eine Eisdiele genau an der stark befahrenen Straße (also in Hessen). Nicht nur in der Stadt dort, auch in jeder angrenzenden Stadt das gleiche Bild. Keine Fußgängerzone, keine beruhigten Straßen, alle Geschäfte in Hubel und Trubel und Abgasgestank. Die Stadt dort in Hessen habe ich im Prinzip gemieden, bis auf ein paar anfängliche Erkundungstouren mit dem Rad, denn einen Hund dort laufen zu lassen, das war unmöglich...

Auch das Historische Museum haben wir gestern gefunden. Es hat sogar geöffnet, mit Auflagen natürlich. Ebenso fanden wir den See hier. Auch fein zum Spazierengehen.

Was mich gestern etwas sprachlos gemacht hat, war der Herr in der Tankstelle, der weder Maske trug noch sonst ein Schutzschild an der Kasse hatte. Zum Glück bin ich immer mit med. Maske sowie mit Handschuhen bewaffnet und halte Abstand.

Leider werden nach wie vor die HÄNDE nicht beachtet. Ich kann es nur immer wieder betonen!

Beobachtet einmal die Menschen beim Einkaufen. Viele laufen an den Dosierspendern vorbei oder machen HuschHusch damit, aber der letzte Mensch hat dann vielleicht Covid gehabt und den Griff lecker angeschmiert.

Selbst ich, mit Handschuhen, desinfiziere den Griff vom Einkaufswagen. Zum Glück hatte ich vor dem Wegzug aus Hessen reichlich Handschuhe genäht, damit ich hier wechseln kann. Habe aber gestern auch gewaschen mit der Hand. Mit Handseife und Desinfektion für die Hände von Dulgon. Das ist fast wie Waschpaste.

Und wenn ich dann abends (sogar nachts, wenn ich mit Hundi raus gehe), die Lichter in den Fenstern sehe, wo die Leute zusammenklucken, dann wird einem klar, weshalb die Zahlen steigen. Solche gibt es leider überall.

Auch auf der Straße, unterwegs mit Luna, habe ich meine Maske auf und ziehe sie hoch, sobald mir jemand entgegen kommt. Manche Menschen, die Luna sehen und - ist die süüüüß... auf mich zukommen, als gäbe es kein Morgen, da gehe ich dann einfach einen Schritt zurück. Menschen klucken auf einem Haufen. Egal wo.

Dabei ist die Inzidenz hier noch niedrig mit um die 60, aber es könnte weniger sein, wenn jeder sich am Riemen reißen würde. Es ist aber auch der Politik geschuldet, die uns so dermaßen dahinkrepeln lässt, so dass die Menschen einfach die Nase gestrichen voll haben.

Ein wirklicher, richtig harter Lockdown, bei dem wir uns mit Lebensmitteln vorher eingedeckt hätten, soweit möglich, und einkaufen von Lebensmitteln dann auch nur im Notfall, von 4 Wochen - hätte mehr gebracht als all das Dahingekrepele, welches wir seit über einem Jahr haben.

Am Dienstag wird mein erster Gang zur Gemeinde sein, denn wer weiß, ob ich mich Ende nächster Woche noch anmelden kann ohne Aufwand?! Und die Tage drauf auch gleich den Wagen ummelden.

Und jetzt wird gepackt...

Vielleicht melde ich mich am Abend wieder.






Kommentare:

  1. Mein Reden...genau so sehe ich es mit Deutschland auch. Genau so hatten wir es, über drei Monate nicht raus d.h. nur im Notfall und einmal die Woche mit einer Person zum Einkauf, neben einer obligatorischen Maskenpflicht von Anfang an. Danach dann nach und nach Lockerungen, mit Alters- und Zeitbeschränkungen und vor allem sehr großen Auflagen in Bezug auf Einkauf. Wer meinte nicht zu wollen (klar, auch hier gibt es Idioten) der durfte sich auf eine hohe Geldbuße freuen oder bei Widerstand klickten die Handschellen. Empfinde ich es als Diktatur, fühle ich mich in meinen Rechten eingeschränkt? Ganz klar nein, denn besondere Maßnahmen müssen einfach in den Zeiten stattfinden, und man sieht dass es im großen und ganzen geklappt hat. Klar gehen hier viele Geschäfte auch kaputt, aber das liegt am fehlenden Tourismus. Ansonsten kann man sagen dass das Leben hier schon wieder "neu-normal" (so bezeichne ich es) läuft. Bei uns haben alle Geschäfte seit dem letzten Jahr wieder geöffnet, je nach Ampelstufe halt mit noch schärferen Maßnahmen und so wie bei Fitnessstudion kann dann auch wieder zu gemacht werden....aber ansonsten läuft es. Ohne Maske aus dem Haus geht gar nicht, und das wird auch kontrolliert und geahndet wenn nicht. Mit dem Einkaufswagen machen wir es genauso...dafür ist auch alles bereit bevor man reinkommt.

    Dir weiterhin viel Erfolg beim Umzug...muss mal gucken ob ich finde wohin es dich gezogen hat ;-)

    Einen schönen Wochenstart und viele Grüsse

    N☼va

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  2. Wenn sich nur Jeder an ein paar Kleinigkeiten halten würde, wäre es schon besser. Wie oft habe ich mich unbeliebt gemacht, weil ich den Hintermann/die Hinterfrau an der Kasse wegen fehlenden Abstands angepfiffen habe. Wie viele tragen ihre Maske zwar, aber nicht über der Nase, usw. usw.
    In unserer Gemeinde sind die Zahlen sehr klein. Deshalb fahre ich auch nicht mehr in die Stadt zum Einkaufen. Was ich unbedingt brauche, bekomme ich hier.

    Liebe Grüße

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