Montag, 14. Juni 2021

Stoffdruck mit Blüten

 Ich sah im TV gestern eine Sendung, in der mit Blüten von draußen alter, ausrangierter Stoff bedruckt wurde nach einem alten Handwerk.

Wie ich bin, muss ich Dinge gleich ausprobieren. Allerdings habe ich anstatt des Eisengemisches Wasser mit Essig genommen und die Rolle 2 Stunden darin liegen lassen.




Zuerst habe ich den Stoff mit der Wasser-Essig-Mischung gut nass gemacht und anschließend die Blütenblätter draufgelegt. Die Petunien auch mit dem Stempel nach unten. Die Blüten nur auf eine Seite legen. 
Dann die Stofflage drauflegen und evtl. mit einem Nudelwalker plattrollen, so dass auch Blütensaft austreten und sich mit dem Stoff verbinden kann.
Anschließend habe ich die Stoffe gut und fest aufgerollt und mit einem Faden stramm umwickelt. Dann legte ich sie in das Wasser-Essig-Gemisch für 2 Stunden.



Das Orange ist von Curcuma. Auch nach dem Auswaschen leuchtet es schön gelborange


Der reine Baumwollstoff (zumindest soll er das sein) hat die blauen Blüten nicht angenommen (ich hatte auch nur Blätter von Hortensie drauf. Vielleicht lag es daran).

Beim elastischen Stoffgemisch kann man sogar die Blüten samt Stempel gut erkennen. Ein echter Hingucker.













Hoop-Herz #513

Für das Montagsherzprojekt von Frau Waldspecht. Beim Hooping versuchte ich, mit den Händen ein Herz zu formen (ohne ganz blöd aus der Wäsche zu schauen). Gar nicht so einfach.





Sonntag, 13. Juni 2021

Mit T in die neue Woche #1

 Für das Projekt von NOVA, mit T in die neue Woche, trage ich heute gerne etwas dazu bei.


Als wir vom Hafen kamen, fuhr ich an diesem Haus vorbei. Die Rückseite von NKD. Sofort dachte ich an das Projekt von NOVA und trat in die Bremse.







Samstag, 12. Juni 2021

der Juni bis jetzt - der erste Regen

 Am Vormittag der erste Regen seit 2 Wochen. Auch die Temperaturen moderat. Die Wände in unserem Haus sind von einer Dicke, da herrscht im Inneren quasi immer eine Einheitstemperatur von 20 bis 25 Grad.

Eigentlich wollte ich dort heute mit dem Rad hin, aber durch die Fahrt nach Hamburg mit Luna und der Klimaanlage... sie ist nun etwas Hatschi, waren wir mit dem Wagen dort. Bei den Elbwiesen. Niemand da außer uns. Das frisch gemähte Gras. Den Landwirt wird es vielleicht ärgern, dass er das Gras nicht einfahren kann, aber es duftete so herrlich, dass ich mich kurzerhand dort hineinlegte. Und auch am Liebsten dort eine Weile liegengeblieben wäre... wegen Luna stand ich dann wieder auf. War auch gut. Ich war nass von hinten. A bisserl...



























Montag, 7. Juni 2021

nur für Jutta

 

Liebe Jutta. Hier kann man sehen, dass man, zumindest aus meiner Sicht, das Kommentarfeld kaum sehen oder finden kann. Für mich jedenfalls ist es ein Suchspiel.



Danke, dass es Dich gibt - Montagsherz #512

 Dieses leckere Geschenk hatte ich mir selber zum Geburtstag im letzten Jahr gekauft.


Die Schachtel mit dem Bärchenherz für das Projekt von Frau Waldspecht




Samstag, 5. Juni 2021

große Trauer

Der Kleine Specht hat es nicht geschafft.

Ich fühle mich schuldig.

Das kann mir auch keiner ausreden.

Man wird demütig gegenüber der Natur.

Diese Bilder werde ich nie wieder aus meinem Gedächtnis bekommen.

Ich möchte auch nicht mehr darüber sprechen. Danke Euch

R. I. P. mein kleiner Specht




Donnerstag, 3. Juni 2021

Von Sonnenaufgängen und Wildschweinen und der Specht

 

 

Vorgenommen hatte ich mir das schon lange.
Wann passt es besser, wenn man schlafgestört ist?

Die letzten beiden Tage waren schlimm mit Luna und kaum war ich eingeschlafen, änderte sie wieder die Spur. Rauf auf Mama, runter von Mama und so fort.
Kurzerhand zog ich uns an und ab die Post Richtung Plateau. Ursprünglich war mein Plan, diesen einmal vom Weinberg aus ganz oben zu erleben, aber dazu muss ich doch eine Weile laufen und mitten in der Nacht mit dem Auto fahren... nö.
Also ab mit Luna in den Rucksack und Abkürzung zum Plateau genommen, denn im Wald war es mir noch zu dunkel



Es war schon spektakulär, als wir ankamen, aber der offizielle Sonnenaufgang stand noch bevor.
Nach einigen Minuten zeichnete sich ein ganz rotes Rot am Horizont ab und langsam kam die Sonne hoch. Glühend rot.


Vögel, Kuckucke und die ganzen Froschkönige (wann soll ich die bloß alle küssen?) gaben alles. Luna und ich staunten, bis die Sonne sich ganz über den Horizont erhoben hatte. Erst dann traten wir den Rückweg an.


Aber dann... nahmen wir doch den Rückweg an der Steilküste entlang und kurz, nachdem ich das letzte Stück links abgebogen war, hörte ich es laut laufen und nochnochnoch... also so, wie Wildschweine grunzen. Ich kenne die Töne der Rehböcke und anderer Tiere, aber ich kenne auch das Grunzen der Säue. War mein Mann doch Jäger und ich oft mit ihm mit.

Zum Glück war es nicht mehr so weit, nur hatte ich Luna gerade auf dem Arm und ich hätte nicht gedacht, dass ich doch noch mal ein Stück so würde laufen können.
Wenn die Bachen Frischlinge haben und sich bedroht fühlen, dann können sie schon mal auf einen Menschen losgehen. In der Regel tun sie einem nichts, aber nachts... sollte man hier nicht im Wald spazieren gehen. Da gehört dieser den Tieren ganz allein.




Wo ich schonmal wach war, bin ich ganz früh mit dem Rad zum Bäcker gefahren. Als ich zurück kam, lag ein kleiner Specht vor der Tür. Ganz verdreht. War wohl gegen eine Scheibe geflogen. Das Genick scheint nicht gebrochen zu sein, sonst wäre er tot.
Ich hielt ihn eine halbe Stunde in der Hand und versuchte auch, ihn draußen hinzusetzten, aber er hat die Orientierung nicht. Dreht sich so merkwürdig und auf den Rücken.
Ich nahm ihn mit rein und legte ihn in den Hundekorb draußen. Entweder er würde leben oder hier in Frieden sterben.

Nach zwei Stunden war klar: Jetzt ist Eingreifen gefordert. Ich rief beim NABU an und so einen anderen Verein. Niemand wollte etwas damit zu tun haben. Der Kerl sagte sogar, das wäre eben Natur und ich soll ihn seinem Schicksal überlassen.
Das Problem ist nur, weil ich ihn gefunden habe, habe ich die Verantwortung für ihn übernommen.
Also rief ich bei der Tierärztin an und ich konnte sofort kommen.

Sie konnte keine äußerlichen Verletzungen finden und gab ihm eine Spritze. Die Spechte bekommen zwar normal keine Gehirnerschütterung, aber sein Gleichgewichtssinn ist gestört. Dann gab sie ihm noch ein Aufbaumittel und ich sagte, ich würde Mehlwürmer besorgen, was sie gut fand.
Gegen eine Spende hat sie das dann abgerechnet.

Ich brachte ihn nach Hause und legte ihn in Lunas große Kiste. Dort kann ihm nichts passieren. Zwischendrin gebe ich ihm Wasser und versuche, ihn mit Mehlwürmern zu füttern. Trinken ja, Mehlwürmer noch nicht.
Aber er ist schon agiler zwischendurch. Nach dem Rausnehmen ist er aber kaputt und schläft dann auch. Zwischendrin habe ich etwas Rotlicht angemacht. Aber nicht zu nah.

Wenn er die Nacht übersteht, hat er ganz gute Chancen. Das ist natürlich hart für jemanden, der in Bezug auf Tiere so zart besaitet ist. RotzundWasserheul.

Hätte ich ihn draußen einfach so hingelegt (er drehte sich ja auf den Rücken so komisch), dann wäre er jetzt jedenfalls tot und wenn er die Chance bekommen kann, dann soll er sie haben.